Die Projekttage eröffneten mit dem Diwan „Wissen durch Kreativität“ einen Raum des Innehaltens und der Beobachtung. Gemeinsam erkundeten wir, wie Wissen entsteht, wer bestimmt, was sichtbar, hörbar oder sagbar wird, wessen Erfahrungen, Ideen und Perspektiven Beachtung finden und welche unsichtbar bleiben und warum.


Wir arbeiteten künstlerisch: experimentierten mit Materialien, Anordnungen und Markierungen, hörten zu und veränderten, ohne persönliche Geschichten erklären zu müssen. Erfahrungen wurden in Fragmente, Leerstellen und Spuren übersetzt. Wir fragten danach, wie Personen, Gruppen, Länder oder Ideen künstlerisch eine Stimme erhalten, und luden Gäst*innen am Tag der offenen Tür ein, selbst Spuren an der Tafel zu hinterlassen.

Es entstanden Arbeiten, die das Schicksal politisch Gefangener thematisierten, die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen, Ausgrenzung sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Femizide, Völkermorde und Genozide. Die Spuren bleiben, auch wenn sie unsichtbar sind, und wirken weiter als Einladung, aufmerksam zu sein, Verantwortung zu übernehmen und die relationalen Verflechtungen unserer Welt wahrzunehmen.
BUE